Ursula Gasser: In 50 Tagen die Steirische erlernt

Ursula Gasser aus Tirol schaffte es, mit konsequentem – aber nicht übertriebenem – Ehrgeiz, den Michlbauer Fernlehrkurs in 50 Tagen erfolgreich zu absolvieren. Sie begann praktisch bei null – also keinerlei Vorkenntnissen. Nun kann sie gemeinsam mit „ihrem“ Helmut Hausmusik für Freunde, Verwandte und Bekannte anbieten. Mit ansteckender Begeisterung erzählt sie in einem Videointerview von ihrem „Lernweg“. (Foto: WellTVi)

Die Steirische Harmonika ist ein Volksinstrument, das dem interessierten Musikanten ermöglicht innerhalb kurzer Zeit wohltönende Takte und erste Lieder zu spielen. Wohl deshalb hat es seit seiner „Erfindung“ um 1820 in Wien (Vorläufer mit diatonischen Effekt gab es schon weit früher in Asien/China), eine stets anhaltende Verankerung in der damals eher „einfachen Landbevölkerung“, weil die Harmonika praktisch wie ein ganzes Orchester zu sehen ist.

Erste gut klingende Takte zu spielen ist also sehr einfach – und auch motivierend zum Weiterlernen. Jedoch gibt es eine „natürliche“ Grenze, wenn es darum geht, konsequent und stabil anspruchsvolle Stücke zu spielen, spätestens ab da sollte eine professionelle Unterstützung in Form eines Harmonikalehrers in Anspruch genommen werden.
Weil aber auch das oftmals nicht möglich ist – aus zeitlichen oder entfernungstechnischen Gründen hat Prof. Florian Michlbauer gemeinsam mit seinem Team vor rd. drei Jahren einen „Fernlehrkurs“ entwickelt, der dem interessierten Harmonikaanfänger ermöglicht, ganz alleine mit einem fundierten Unterricht zu beginnen. Der Lehrumfang des 10teiligen DVD-Sets mit Lehrbuch entspricht in etwa einem Jahr regelmässgen Lehrer-Schüler-Unterricht. Vorausgesetzt, dass der Alleinschüler sich konsequent an die Anleitungen hält und dem Lehrprogramm auch nicht „vorgreift“, kann er innerhalb eines Jahres bereits anspruchsvolle Stückln auf der Harmonika spielen.

Wie sehr diese Zeitspanne – 365 Tage – aber auf 50 Tage(!) heruntergekürzt werden kann, zeigt der Fall von Ursula Gasser aus Sistrans in Tirol. Sie hatte den Wunsch mit Harmonikaspielen zu beginnen, wusste aber nicht wie und an wen sie sich wenden sollte. Als Frau der Tat kaufte sie sich aber gleich eine Harmonika, „das Spielen wird dann schon irgendwie gehen“. Hier ihre selbst niedergeschriebene Geschichte:

Steirische Harmonika lernen ist schon seit Kindheit mein Traum, weil mich der Klang (vor Allem der Bass-Klang) unbeschreiblich fasziniert. Vor einigen Jahren ist dieser Traum immer wieder “aufgeflammt”. So habe ich mir Weihnachten 2013 diesen Traum erfüllt und mir selbst eine Steirische Harmonika unter den Christbaum gestellt.
Da ich noch keinen Lehrer hatte (und in meiner näheren Umgebung leider auch keiner zu finden war), riet mir der Verkäufer von „Musik Tirol“ in Wörgl zur Michlbauer Lern-DVD incl. Lehrbuch Teil 1 für Anfänger. Er meinte, damit bräuchte ich keinen Lehrer und könne mir das Spielen selber beibringen.
Ich war aber extrem darauf fixiert, dass ich Steirische Harmonika mit 4 Fingern lernen möchte und so lehnte ich das 5-Finger-System ab und kam deshalb mit dem Teil 1 absolut nicht klar und gab sofort auf bzw. fing erst gar nicht damit an! Zudem dachte ich mir: “Ach, diese Michlbauer Methode, ist nur reine Geschäftssache. So leicht und schnell wie „der” tut, kann man dieses Instrument sicher nicht lernen.” Auch traute ich es mir nicht zu, dass ich dieses Instrument vorerst ohne Lehrer erlernen könnte.

Da nachwievor kein Lehrer in Aussicht war, wollte ich mir einige Tipps holen und so kam es, dass ich mit einer Mutter und deren 12jährigen Sohn, welcher in unserer Gemeinde seit Jahren in der Musikschule lernt, ins Gespräch kam. Der Bub spielt unbeschreiblich gut. Und das mit 5 Fingern. Was? – Das gibt's doch nicht! 5 Finger! Ich will doch mit 4 Fingern lernen
„Mit 5 Fingern spielen, geht viel einfacher und leichter”, so der Bub. „Den Daumen muss man unbedingt nutzen, wäre doch schade, wenn man ihn nicht verwendet”, erklärte er mir ganz selbstverständlich. Er spielte mir vor. Ich war vollkommen begeistert. Wie einfach das mit 5 Fingern aussah. Da kamen mir die 4-Finger-Version gleich holprig vor. Wie schön doch die 5 Finger über die Knöpfe tanzen. Ich ging “Fünf-Finger-Begeistert” nach Hause und wußte: „Tja, dann muss ich mir den Michlbauer wohl noch mal unter die “Lupe nehmen” und überhaupt wird's Zeit, dass ich endlich spielen lerne“. Ich googelte und kam mit einem Zufallsklick zum Michlbauer Fernlehrkurs. “Jetzt ist Schluß mit meinem komplizierten 4-Finger-Denken, ich gehe das Risiko ein und bestelle mir diesen Fernlehrkurs” dachte ich mir. Für mich war es ein Risiko, denn I 00% überzeugt war ich vom “Steirische Harmonika lernen leicht gemacht” noch nicht! Ich bestellte also und lies mir zu dem noch ganz spontan nachträglich die Gleichtöne und den Bass markieren – unter dem Motto: “Wenn schon Michlbauer Methode, dann mit allem drum und dran”.

Am 18. Feber 2014 kam der Fernlehrkurs per Post und ich startete – endlich. Zuerst sah ich mir alle DVD' s auf die Schnelle an. „Flori, du hast mich ehrlich überzeugt und motiviert“. Der Kurs ist Schritt für Schritt einfach genial. Nun war ich vollkommen überzeugt, ich habe die richtige Entscheidung getroffen. Ich spürte Freude und Begeisterung in mir und es wurde mir zur großen Herausforderung, dass ich es schaffe, mir selbst etwas zu lernen. Weil ich mit einem “Knall” “fünf-Finger-beeindruckt war, wollte ich den Fernlehrkurs unbedingt in 50 Tagen schaffen. 5 steht für das 5-Finger-System 0 steht für mich, weil ich von 0 beginne.

Und so begann eine ganz besondere Erfolgsstory im Bereich des Harmonikalernens. Ab diesem Tag hielt Ursula konsequent an ihrem Ziel fest, in 50 Tagen ordentlich Harmonika spielen zu können. Dazu führte sie penibel Buch:

Tagebuchführung ist mir sehr wichtig, damit ich sehe ob und wie lange ich konsequent bin. Ich habe mich bemüht, den Ratschlägen und Anweisungen Florians zu folgen. Aber natürlich ist es mir gleich passiert, dass ich schnell Stückln spielen wollte und so war das “Zeitlupentempo” nicht gerade einfach. Ich merke es auch immer wieder, dass ich viel zu schnell spiele! Weiters habe ich mir aus den DVD's eine Mitschrift gemacht. Ich möchte Theorie auch gut lernen. Wenn ich mir selber etwas mitschreibe, dann kann ich es mir besser merken. Zudem ist es für mich einfacher, wenn Themen geordnet sind.

Übrigens: Die super-nette Motivation “Begeistere damit deine Familie, Freunde, die Vereins- oder Arbeitskollegen und spiel bei Veranstaltungen und Festen!” habe ich ziemlich schnell in die Tat umgesetzt. Bereits am 17. März 2014 spielte ich zum ersten Mal mit meinem Helmut für meine Mama und ihren zwei Freundinnen bei der Kaffee-Runde den Hansl-Walzer, Zweistimmige Walzer, Stü-Stad, Frühlingslied, Im Regen-Polka, Dengel-Polka und Kleine Polka vor. Es war für mich ehrlich gesagt faszinierend, denn mir wurde bewusst, dass ich wirklich mit diesem einfach-genialen Fernlehrkurs die unglaubliche Möglichkeit habe Steirische Harmonika schnell zu lernen und mich trauen kann, unter Freunden was vorzuspielen. Es wurde mir wirklich leicht gemacht und mit dem Fernlehrkurs ermöglicht, viel Freude zu bereiten.
Mein Helmut sah mir beim Üben oft über die Schultern und hat die DVD's mitverfolgt. Er ist total begeistert, wie dieser Kurs aufbereitet ist und wie schnell ich eigentlich mit ihm gemeinsam was spielen konnte. Erfreut meinte er eines Tages: “Da Michlbauer hot dos watschnoanfoch zusammengestellt“. Schwupp, und schon wurde folgende Idee geboren: Wir waren am 12.April 2014 bei unserer Freundin Gisi zum Einstandsfestl ihrer neuen Wohnung eingeladen. Wir überraschten Gisi als “ s'Duo Watschnoanfoch” und spielten alle Stückln vom Fernlehrkurs. Den Mariandl Walzer haben wir aus gegebenen Anlass für einen kurzen Augenblick zum “Gisi-Walzer” umgetauft. So spielten wir, s' Duo Watschnoanfoch”, bei diesem FestI. Es war nicht perfekt, aber von Herzen. Ich hatte einige “Schnitzer” weil ich unbeschreiblich aufgeregt war. Wir erfreuten 12 Erwachsene, 3 Kinder und Hund Tyson mit Gitarre und Steirischen. Unter den Gästen war auch ein Kärntner vom „Kärntner Sängerbund“. Er konnte es gar nicht glauben, dass es möglich ist, in so kurzer Zeit Steirische Harmonika zu erlernen. Voller Freude und Überzeugung sagte ich: “Das ist nur mit der genialen Michlbauer Lernmethode möglich!” Ich erzählte allen von den tollen Unterlagen und Möglichkeiten!

Am 15. April 2014 haben Helmut und ich beschlossen, dass wir “ s'Duo Watschnoanfoch” sein wollen. Und ich möchte ganz fleißig weiter üben, damit wir bald wirklich gut zusammen spielen können. Wir werden weiterhin jede Gelegenheit nützen und bei Familie, Verwandten und Freunden etwas vorspielen.
Hätte mir jemand Ende 20 13/Anfang 2014 gesagt, dass ich einmal so Michlbauer – Methode – begeistert bin, ich hätte echt den Kopf geschüttelt. Die fünf Michlbauersterne sind wirklich mehr wie wahr.

Eine beeindruckende Geschichte. Wie leidenschaftlich Ursula Gasser an die Sache heranging, welche Freude ihr dieses Erfolgserlebnis, in 50 Tagen die Steirische zu erlernen brachte ist nicht zu übersehen und diese äusserst ansteckende Heiterkeit sollte weitervermittelt werden. Deshalb wurde sie zu einem Videointerview gebeten, wo sie voll Elan, Freude und ansteckender Begeisterung diese Geschichte vor der Kamera erzählt.

Michlbauer Harmonikalehrer Louis Priemer gab der talentierten Ursula bei ihrem Besuch in der Michlbauer-Harmonikawelt-Zentrale in Höfen spontan eine Schnupperstunde, damit sie allfällige Spiel-Unsicherheiten rechtzeitig korrigieren kann.

Das gesamte Interview mit Ursula Gasser kannst du dir hier ansehen (inkl. einige ihrer Spielstücke) und dich von ihrer begeisternden Art zu erzählen “mitreißen” lassen: