Seminar 2016

Jubiläumsseminar am Piz Buin

Im Jahr 2005 lernten sich Toni Oberschmid, Seniorchef vom Gasthof Piz Buin und Florian Michlbauer auf einem Seminar in Weyregg kennen. Toni war damals so vom Seminar und der ganzen Atmosphäre begeistert, dass er kurzerhand Florian den Vorschlag machte, ein Urlaubsseminar zusammen mit Michlbauer auf der Bielerhöhe zu organisieren. So kam es, dass bereits im Jänner 2006 das erste Urlaubsseminar am Fuße des Piz Buins auf 2.040 m Seehöhe stattfand. Mehr als 20 TeilnehmerInnen meldeten sich zu diesem Seminar an und waren so begeistert, dass zu Seminarende bereits feststand, dass im darauffolgenden Jahr wieder zur selben Zeit das nächste Seminar stattfinden sollte. Und das war vor genau zehn Jahren!

In den letzten zehn Seminaren erlebten somit über 250 harmonikabegeisterte Menschen die ganz besondere Atmosphäre bei diesem aussergewöhnlichen Seminar und genossen die herrliche alpine Winterlandschaft auf der Bielerhöhe. Viele der Teilnehmer kommen wiederholt zum Seminar und das nicht nur zum Harmonikalernen, sondern auch wegen der Geselligkeit und zum Wiedersehen der inzwischen zu engen Freunden gewordenen MusikantenkollegenInnen.
Eine Rekordteilnehmerin ist übrigens Angie – eine gebürtige Wienerin die in Darmstadt lebt. Sie war auf neun von zehn Seminaren und „gehört sozusagen schon zum Inventar des Piz Buin-Seminars“, so der Wirt und Chef des Hauses Peter Oberschmid. Als „Seminar-Weltmeisterin“ wurde sie natürlich ganz besonders geehrt, aber auch für jeden anderen Teilnehmer war dieses zehnte Biz-Puin-Seminar etwas einmaliges – als Gastgeschenk erhielt nämlich jeder Teilnehmer vom Wirt Peter Oberschmid höchstpersönlich ein besticktes Jubiläums-Hemd.

Und – eines Jubiläums würdig, passte beim diesjährigen Seminar wirklich alles perfekt zusammen. Mit einer witterungsbedingten erschwerten Anreise startete das Seminar pünktlich und lässt sich so aufgliedern:

+ Am Montag ein Traumwetter wie aus dem Bilderbuch.
+ Lernthemen der Woche: Individueller Einzelunterricht, Workshops, gemeinsames Singen und Ensemblespiel durch die erfahrenen Lehrer Johannes Petz und Christian Balindt.
+ Kulinarische Spezialitäten: Vorzügliche Verpflegung zu allen Tages- und Nachtzeiten.
+ Wissenswertes: Einzigartige Führung durch das im Bau befindliche neue Vermunt-Kraftwerk
+ Geselligkeit und Freizeit: Schiwandern, Langlaufen, Tourengehen, Sonnenbaden, Fackelwanderung bei Vollmond, relaxen in der Sauna, uvm. Wer dabei war, hat also richtig was zu Erzählen.

Hier noch ein Auszug vom Piz Buin Gstanzl von Holm aus München, das dieses Jubiläumssemniar am besten beschreibt:

In den zehn Seminaren war es schon immer so,
zwei sehr gute Lehrer sind das „A“ und „O“.

Die lernbereiten Schüler kommen aus ganz Europa her.
Seit der Aufwertung des Franken werden die Schweizer immer mehr.

Jeder spielte seine Stückl so gut wie er kann,
und wenns mal ´nen schiefen Ton gab, beim nächsten Mal klappte es dann.

Nun ist der Kurs zu Ende, auseinander geht die Musikantenschar,
alle freuen sich schon heute, auf das 11. Seminar!

Holladaridio, ….

Seminar 2015

Vollgas und 150 km/h Windgeschwindigkeit – Piz Buin Seminar 2015 war nichts für „Weicheier“!

Dass die Michlbauer Piz-Buin-Seminare nichts für „Weicheier“ sind, beweist einmal mehr der heurige Event. Denn während die Anreise zum diesjährigen Piz-Buin-Seminar im Hotel auf der Biehler Höhe (2.040m) auf Grund der enormen Windgeschwindigkeiten mit bis zu 150 km/h durchaus als stürmisch zu bezeichnen war, so gab es während des Seminars noch eine Steigerung, denn da wurde 5 Tage lang ordentlich Vollgas gegeben. Neben vielen Aha-Effekten im theoretischen Unterricht zur Harmonika wurde im musikalischen Teil auch zB „gepascht“ bis die Hände glühten. Die beiden Lehrer, Daniel Danter und Christian Balindt, beide vom Florineum in Oberösterreich, freute dieses Unterrichtstempo schon beinahe diebisch und vor allem, dass die vielen Teilnehmer aus 5 verschiedenen Nationen (A,D,CH,NL,FL) von Anfang an gleich voll mitgingen und diese Power bis zum Ende beibehielten.

Kurz zum Ablauf:
Traditionell das erste Highlight: alle Teilnehmer stellten sich zu Beginn des Seminars persönlich und musikalisch vor. Nach diesem ersten „Beschnuppern“, folgten schließlich 5 Tage Einzelunterricht wo an der Spielweise gefeilt wurde. Zwischendrinn – weil ja sonst nix zu tun war J – waren 3 Workshops im „Florineum-Stil“ eingebettet, bei denen mit Hilfe anschaulicher Power Points entsprechende Praxisübungen abgehalten wurden. Themen wie zB.: „Das richtige Üben“, „Rhythmik“, „Dynamik“ wurden behandelt und der oben schon genannte „Aha-Effekt“ setzte bei allen Teilnehmern ein.

Ein weiteres Highlight war ein intensiver Ensembleunterricht in 2 Gruppen mit „Spezial Workshops“. Beide Gruppen erlernten 2 Stücke mit jeweils 3 verschiedenen Harmonikastimmen. So konnten alle Teilnehmer im Gruppenunterricht von den anderen lernen und waren hellauf begeistert. Schließlich wurde neben den stundenlangen Harmonikaklängen auch sehr viel unter Daniel´s Leitung gesungen und gejodelt. Dabei hatten nicht wenige Teilnehmer heiße, regelrecht glühende Hände vom vielen Paschen.

Wie gesagt: Es herrschte stets volle Power, denn neben dem bereits erwähnten prall gefülltem Programm ging`s Abends noch ordentlich weiter. Diese Abende als „gesellig“ zu bezeichnen wäre schon eine Untertreibung, denn sie waren garniert mit vielen musikalischen Leckerbissen. Vielseitige Harmonikaschüler, die auch andere Instrumente beherrschen dominierten diese „geselligen“ Zusammenkünfte. So entstand z.B.: kurzerhand ein Bläserensemble: Deren Teilnehmer studierten mehrere Stücke aus dem Michlbauer „Stubenmusi-Repertoire“ im eigenen Arrangement ein, und Stücke wie z.B. den „Weinfass Marsch“ oder den „Gurkenglasl Boarischen konnte man somit einmal ganz anders hören.

Oder: Peter & Peter, die „Haselnuss Buam“ aus den Niederlanden, machten einen eigenen Text zu „Weit weit weg“ – als eine „Ode an den Piz Buin“.

Oder: Ein Abendkonzert mit den Lehrern. Die Teilnehmer lauschten fasziniert Daniel & Christian bei einem kleinen Abendkonzert bei dem die Vielseitigkeit der Steirischen demonstriert wurde und zu späteren Stunde wurden noch sämtliche Udo Jürgens-Hits lautstark gesungen –mit Daniel am Klavier.

Und schliesslich: Am letzten Abend wurden als Finale die erlernten Ensemble Stücke vorgetragen und auch aufgenommen. Die Freude am gemeinsamen Musizieren kam hier wieder einmal ganz besonders zum Ausdruck und die Augen aller Teilnehmer funkelten vor Begeisterung und waren angefüllt mit musikalischer Power, die wohl für das ganze Jahr reichen wird.

Also ein Seminar der Spitzenklasse, das neben den begeisterten Teilnehmern, den beiden höchstmotivierten Lehrern Daniel und Christian vor allem auch auf der bereits vielfach bewiesenen Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Familie Oberschmid gründet. Herzlichen Dank an dieser Stelle!