
Tiroler Unternehmen übernimmt die Traditionsmarke Novak Harmonikas
Zukunft Österreichs ältester Harmonikafabrik gesichert!
Tiroler Unternehmen übernimmt die Traditionsmarke Novak Harmonikas
Tradition trifft Moderne – so könnte man die Firmenübernahme von Österreichs ältester Harmonikamanufaktur, die Firma Novak, mit Sitz in Klagenfurt gut auf den Punkt bringen. Novak-Harmonikas werden seit 1874 ununterbrochen in Klagenfurt produziert und sind in Musikerkreisen seit jeher ein Begriff für beste handwerkliche Arbeit.
Bereits seit Jahrzehnten arbeitet Novak mit dem bekannten Harmonikapionier Prof. Florian Michlbauer eng zusammen, zahlreiche eigens entwickelte Harmonikamodelle entstanden in dieser Kooperation. Kürzlich wurde nun die Übernahme der Harmonika-Manufaktur durch Michlbauer GmbH Geschäftsführer Heinrich Schedler mit Sitz in Reutte/Tirol, besiegelt. Es lag auf der Hand, dass mit der „Michlbauer-Harmonikawelt“ der bestmögliche Garant für ein Weiterbestehen von Novak gefunden ist. Der Sitz wird weiterhin in Klagenfurt bleiben, erhebliche Investitionen in die Erneuerung der Harmonika-Manufaktur stehen an.
Der neue Eigentümer Heinrich Schedler: „Durch die jahrelange erfolgreiche und sehr angenehme Zusammenarbeit mit Arno Sussitz war es mir persönlich ein sehr großes Anliegen, hier eine bestmögliche Lösung für den Fortbestand dieser alteingesessenen Harmonikamarke zu garantieren. Wir haben schon lange viele exklusive „Michlbauer/Novak“-Modelle in unserem Harmonikasortiment und können so der Marke Novak bestens treu bleiben. Auch hat mein Sohn Dominic bei Novak den Beruf des Harmonikamachers erlernt und wird künftig das Unternehmen hier in Klagenfurt als Betriebsleiter führen.“
Kurze Novak-Historie: Die Firma wurde im Jahr 1874 durch Josef Novak in Klagenfurt gegründet. Er war ursprünglich Uhrmacher und begann mit dem Bau von „Josef Novak Harmonikas“. Sein Sohn Rupert führte den Betrieb bis 1926 weiter (er baute bereits um 1900 fünfreihige Steirische Harmonikas). Auf Rupert folgte Rudolf Novak und ihm wiederum sein Sohn Rudolf jun., dieser leitete den Betrieb von 1973 bis 1995. Damals wurde die Firma in eine GmbH umgewandelt und Arno Sussitz hatte die Geschäftsführung bis 2020 inne.
Schon anfangs der 1990iger schuf Namensgeber und Harmonikapionier Florian Michlbauer aus Weyeregg am Attersee (OÖ) eine „Griffschrift“, anhand der jeder Steirische-Schüler ohne klassische Notenkenntnisse innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Lieder spielen konnte. Was damals im kleinen Bauernstüberl begann, hat mittlerweile europäische Ausmaße, denn derzeit umfasst die Michlbauer-Harmonikawelt Unterrichtsstandorte in ganz Mitteleuropa und betreut tausende Schüler jährlich im Steirische spielen. Heuer wurde vermehrt Augenmerk auf die Digitalisierung gelegt und so eine spezielle „Harmonika-App“ entwickelt, sowie der Online-Unterricht forciert.


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